Was passsiert bei der Schlafapnoe?

Apnoe
Apnoe: Luftweg ist komplett verlegt

Bei Menschen, die an Schlafapnoe leiden erschlafft das Rachengewebe so extrem, dass es zum vollständigen Verschluss des Luftweges kommt und die Atmung aussetzt. Wenn dieser Zustand der Luftnot länger als 10 Sekunden andauert, spricht man von einer Apnoe. Bei vielen Erkrankten dauert der Atemstillstand zwischen 30 und 60 Sekunden an. Infolge des dadurch entstehenden Sauerstoffmangels kommt es im Gehirn des Schlafenden zu einer Alarmreaktion, er wacht auf ohne es zu merken, die Atmung setzt für einen Moment wieder ein und der Kreislauf beginnt von vorn. Durch diese ständigen Aufwachreaktionen findet kein Tiefschlaf mehr statt - Schlaf macht nicht mehr gesund und erholt, sondern müde und krank! Die gravierendsten Folgen bestehen neben Sekundenschlaf beim Autofahren und am Arbeitsplatz vor allem in einer erhöhten Gefahr für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Patienten mit Schlafapnoe haben eine um bis zu 10% geringere Lebenserwartung!

Wie erkennt man eine Schlafapnoe?

Wer feststellen möchte, ob er möglicherweise eine Schlafapnoe hat, kann sich oder seinem Partner zunächst drei Fragen stellen:

  • Schnarche ich?
  • Fühle ich mich schon morgens oft müde und erschöpft?
  • Beobachtet mein Partner nachts Atmungsaussetzer?

Wird eine dieser Fragen mit "Ja" beantwortet, sollte man seinen Hausarzt oder Zahnarzt ansprechen. Dieser kann dann an einen spezialisierten Lungenfacharzt überweisen, von dem man ein mobiles Messgerät mit nach Hause bekommen kann. Dieses Gerät zeichnet unter anderem Atmungsaussetzer und Sauerstoffgehalt des Blutes im Schlaf auf. Ergibt sich aus dieser Messung der Verdacht auf eine Schlafapnoe, erfolgt die weitere Untersuchung in einem Schlaflabor. Danach würde dann auch über eine eventuell notwendige Behandlung entschieden.