Was ist Hypnose?

Während man im normalen Bewußtseinszustand immer verschiedene Reize gleichzeitig wahrnimmt, ist in Hypnose oder Trance die gesamte Aufmerksamkeit (oder zumindest ihr größter Teil) auf eine bestimmte Sache gerichtet, so dass man die restliche Umgebung mehr oder weniger aus dem Auge verliert. Etwas "wie in Trance" zu tun, ist also ein ganz alltäglicher Zustand, den man z.B. beim Joggen, beim Lesen eines spannnenden Buches oder bei einer konzentrierten Arbeit erleben kann. Bei der medizinischen oder psychotherapeutischen Anwendung wird diese Fähigkeit zur "Alltagstrance" sehr stark und so gezielt gefördert, daß sie zur Lösung körperlicher und/oder seelischer Probleme eingesetzt werden kann.

Dabei haben die verschiedenen Formen der sogenannten modernen, klinischen Hypnose, mit der die meisten Hypnosetherapeuten heutzutage arbeiten, einige besondere Eigenschaften:

  • In eine Trance zu gehen und wieder aus ihr herauszukommen ist ein vollkommen freiwilliger Vorgang, bei dem Ihr Wille, etwas zu tun oder nicht zu tun, in keiner Weise eingeschränkt werden kann. (So wie Sie ja auch aus freiem Willen joggen gehen und damit wieder aufhören.)
  • Wenn man sich weit genug in einen Trancezustand hineinbegibt, entwickelt sich eine Art Automatismus, der einen einerseits Dinge ohne besondere Anstrengung richtig machen läßt uind andererseits dabei hilft, daß man in sich selbst neue Fähigkeiten entdecken und ausprobieren kann. (Auch das sind im Grunde ganz alltägliche Erfahrungen, so wie z.B. beim Joggen irgendwann die beine von ganz allein laufen und man in einen Zustand gerät, in dem persönliche Grenzen verschieben kann, von denen man bisher dachte sie seien unveränderlich.)